Das Zuweisen von räumlichen Daten
Die Geokodierung beschreibt die Zuweisung von Referenzinformationen, welche sich auf einen Raum beziehen, zu einem Datensatz. Dieser Vorgang wird oftmals auch als Geo-Referenzierung oder Verortung bezeichnet. Er findet in verschiedenen Bereichen Anwendung, hat aber eine besondere Bedeutung für die Fernerkundung, Computerkartografie und Geo-Informationssysteme. Aber auch die Anwendung von Privatpersonen ist nicht ungewöhnlich. Beispielsweise wird die Geokodierung beim Archivieren von Videos und Fotos angewendet. Ebenfalls kann die Geokodierung sehr hilfreich sein um Wanderungen zu planen, vor allem wenn es sich um lange, mehrtägige Wanderungen, in einem noch unbekannten Gebiet handelt.
Grundsätzlich existieren drei verschiedene Gründe für eine Geokodierung. Einer von diesen ist die Einpassung von Daten in ein geodätisches Referenzsystem. Oftmals wird auch nur dieser Vorgang als Geokodierung bezeichnet. Weitere Gründe sind das Bedürfnis, geometrische Verzerrungen aus Datensätzen zu entfernen sowie die Anpassung von zwei verschieden skalierten Datensätzen. Um mehrtägige Wandertouren mit einem Zelt besser vorbereiten zu können, werden einzelne Koordinaten zugewiesen. So lässt sich die Strecke im Gesamten besser erkennen und überblicken. Ebenfalls ist es mit der Geokodierung oder der Geo-Referenzierung möglich, genaue Übernachtungspunkte festzulegen, wo man sein Zelt aufschlagen kann. Dies ist vorteilhaft, wenn man sich mehrere einzelne Etappenziele stecken will.
Das Geotagging
Das Geotagging ist eine Art der Geokodierung, bei der man einen Datensatz mit einer Koordinate ausstattet. Solche Datensätze können beispielsweise Bilder, Artikel oder Internetseiten sein. Diese Koordinate wird als Tag oder Metainformation zum Datensatz hinzugefügt. Dadurch können die darin enthaltenen Informationen räumlich eingeordnet werden und sie können beispielsweise in einer digitalen Karte, an der gewünschten Stelle platziert werden. Im Internet haben sich vor allem die Namen “Geocoding” und “Geotagging” für diesen Vorgang verbreitet. Wenn es um die Zuweisung von entsprechenden Informationen zu digitalen Bildern geht, wird oftmals auch der Begriff “Geo-Imaging” verwendet.
Implizite und explizite Geokodierung
Weitere Arten dieses Vorgangs sind die implizite und explizite Geokodierung. Bei der impliziten Codierung werden Transformationsvorschriften drei- oder zweidimensionalen Datensätzen beigefügt. Diese Daten bleiben bei diesem Vorgang in einem Modell-Koordinatensystem. Aufgrund des Bezugs des Datensatzes auf die reale Welt ist es möglich, die Daten-Koordinaten in echte umzurechnen. Diese Art der Geo-Referenzierung wird oftmals als Kartenkalibrierung bezeichnet. Innerhalb der expliziten Geokodierung wird die Umwandlung auf den Datensatz angewendet. Hierbei werden alle Daten mit Koordinaten der Real-Welt ausgestattet. Außer der Anordnung von Transformationsparametern wird auch eine sogenannte Rektifizierung erzielt. Hierbei werden die entsprechenden geometrischen Daten entzerrt. Es werden also jegliche Verzerrungen entfernt.


